Schätze im Kalender

Herzlich willkommen im neuen Jahr!  2019 ist angebrochen. Doch schon im Dezember hat etwas neu begonnen: Das Kirchenjahr. Eine faszinierende Sache! Eine wiederkehrende Abfolge von Sonntagen, bestimmten Wochen, Festen. Teiweise richtig lang mit Vorbereitungszeiten und mehreren Festtagen. Sie stehen für zentrale Themen unseres Glaubens. Und sie sollen gefeiert werden! Es ist der Versuch, in unser Zeitsystem etwas einzuarbeiten, was menschlichem Zeitmaß ja eigentlich entzogen ist. Da ist eine Spannung: Mit dem Kommen Jesu auf diese Welt ist eine völlig neue Zeit angebrochen. Aber dass sich das, was Jesus Gottesreich nennt, vollständig realisiert, steht noch aus. Das Kirchenjahr blickt also fröhlich zurück und hoffnungsvoll wartend nach vorne. Und mittendrin wir Menschen und unsere Kalender. Das Kirchenjahr ist eine gute Weise, in unserem menschlichen Zeitmaß etwas zeitloses erfahrbar zu lassen: Gott, der sich uns in Jesus Christus zeigt. Wenn unter uns heute Feste gefeiert werden, sind die Anlässe manchmal vorgegeben. Oft werden sie aber geschaffen. Freude und Lust am Feiern sind dann der Anlass. Das System des Kirchenjahres schlägt uns Anlässe vor, die uns von außen entgegenkommen. Die Anlässe unterbrechen wohltuend das Alltägliche. Und über ein Jahr hinweg spannen sie einen Bogen, der uns zeigt: Gott liebt uns, trägt unser Leben mit Anfang und Ende. Unser Leben ist von Anfang an durch Gott gewertachtet, bekommt seinen Sinn nicht durch Leistung oder Erfolge. Dafür kam Jesus Christus in unsere Welt, versöhnte Gott und Mensch, überwand durch seine Auferstehung den Tod, kehrte schließlich in Gottes Ewigkeit zurück. Seinen heiligen Geist ließ er zurück, um eines Tages zurückzukehren und das begonnene Reich Gottes endgültig zu verwirklichen. Diese Gedanken finden ihren Ort und ihren festlichen Rahmen an jedem Sonntag, in jedem Kirchenjahresfest. Nehmen wir neben den typischen Kalenderangaben doch auch bewusst das Kirchenjahr wahr! Würdigen wir die Vorbereitungszeiten der Feste, begehen wir die Feste selbst in ihren Inhalten bewusst!    Auch in diesem Sinne: Ein gutes, gesegnetes neues Jahr.                                             Jens Ubben, Pastor in Scheeßel  

Gemeindebriefe

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