„Als sie den Stern sahen, wurden sie hocherfreut.“ Matthäus 2,10

Ich bekenne es: Ich bin Star Trek Fan! Ich mag die Serien, in denen Raumschiffe unseren Planeten verlassen, in ferne Galaxien aufbrechen, neue Lebewesen kennenlernen, viel erleben und entdecken und oft neue Freundschaften schließen mit außerirdischen Spezies. Egal ob Captain Kirk, Archer, Picard, Janeway, alle treibt die Neugierde, der Forscherdrang. Ob das auch die Weisen, die Sterndeuter auf ihren „Star Trek“, auf ihre „Sternenreise“ getrieben hat? Sie hatten einen hellen Stern am Himmel gesehen und suchen nun den neugeborenen König der Juden. Aus dem Morgenland kommen sie, ein weiter Weg. Sie kommen zum Stall in Bethlehem, der Stern führt sie genau dort hin und da wird erzählt: „Als sie den Stern sahen, wurden sie hocherfreut.“ Sie sind aufgebrochen, sie haben viel erlebt, sie haben neue Freundschaft geschlossen… mit einem„Außerirdischen“,einem, der aus dem Himmel kam. Zunächst suchten sie den neuen König im Palast bei König Herodes. Nun haben sie ihn in einem Stall oder in einer Höhle für Tiere gefunden, da liegt er in einem Futtertrog. Hirten sind dabei, die direkt von der Arbeit kommen. Ganz anders als erwartet? „Hocherfreut“ sind die Sternreisenden, welch schönes Wort. Sie können ihre Erwartungen über Bord werfen und freuen sich über diese Entdeckung. Im Vorspann der Star Trek - Serie heißt es: „… (das Raumschiff) dringt dabei in Galaxien vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat.“ Hier könnte man sagen: „Hier dringt ein Gott in Galaxien vor, die nie ein Gott zuvor gesehen hat.“ Ein Gott wird Mensch, ja er wird zu einem hilflosen Baby, das schreit, das Hunger hat, das angewiesen ist auf eine Mutter und einen Vater. Gott geht ganz neue Wege, er wagt eine ganz innige Nähe zu uns Menschen, er bietet uns ganz neu seine Freundschaft an. Ich mag diesen „Star Trek“! Für die Advents- und Weihnachtszeit wünsche ich Ihnen und Euch große Neugier, viele sternenfunkelnde Entdeckungen,„hohe“ und tiefe Freude!              Sabine Gerken, Regionaldiakonin