Liebe Leserin, lieber Leser,

  Alles gut                 Nach einem Grillabend bei Freunden bleibt der Tisch noch lange vollgestellt. Die Gemütlichkeit soll durch das Aufräumen noch nicht unterbrochen werden. Als dann doch der Erste anfängt, das Besteck und den Salat wegzuräumen, frage ich, – halb aus Höflichkeit, halb aus ehrlichem Willen – ob ich irgendwo mithelfen soll. „Nein, alles gut“, bekomme ich als Antwort. Entspannt bleibe ich auf meinem Holzstuhl sitzen. Aber im Stillen wundere ich mich doch über diese Antwort. Das höre ich öfter: „Alles gut.“Auch auf kleine Nachfragen wird mir mit einem solchen umfassenden Statement geantwortet. Stimmt das überhaupt, frage ich mich. Es ist doch gar nicht alles gut.Höchstens noch, dass ich hier jetzt weiter bequem sitzen und den Abend genießen kann. Aber das macht noch lange nicht alles gut. Dafür ist diese Welt doch viel zu sehr in Unruhe. Vielleicht steigere ich mich gerade auch zu sehr in diesen Gedanken hinein und nehme es mal wieder viel zu genau mit den Worten. Aber dann merke ich, dass vielleicht doch eine tiefere Wahrheit dahinter steckt. Und diese lässt mich mit einer stillen Zufriedenheit zurück. Wenn ich darauf vertraue, dass mein Leben und sogar diese ganze Welt in den Händen Gottes liegt, ist dann nicht schlussendlich doch alles gut? Und mir kommen die Worte in den Sinn, die der Theologe Karl Barth kurz vor seinem Tod im Jahr 1968 gesagt hat: „Ja, die Welt ist dunkel. Aber nur ja nicht die Ohren hängen lassen! Nie! Denn es wird regiert, nicht nur in Moskau oder in Washington oder in Peking, sondern es wird regiert, und zwar hier auf Erden, aber ganz von oben, vom Himmel her! Gott sitzt im Regimente! Darum fürchte ich mich nicht. Bleiben wir doch zuversichtlich auch in den dunkelsten Augenblicken! Lassen wir die Hoffnung nicht sinken, die Hoffnung für alle Menschen, für die ganze Völkerwelt! Gott lässt uns nicht fallen, keinen einzigen von uns und uns alle miteinander nicht! - Es wird regiert!“                                                   HerzlicheaGrüße              Hartmut Nack, Pastor in Scheeßel

 

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