Das innere der Kirche

Einen besonderen Schatz hat die Kirche an geschnitzten Holzfiguren, Überreste verschiedener Altäre der mittelalterlichen Vorgängerkirche. Diese Holzfiguren wurden 1971, gründlich renoviert und in einem modernen Klappaltar zusammengestellt. Im linken Seitenflügel finden wir Johannes, Paulus, Petrus sowie Jakobus d. J., Judas Thaddäus und Andreas.

Im rechten Flügel haben die Figuren des Thomas, des Simon aus Kana, des Matthäus sowie der Apostel Bartholomäus, Matthias und des älteren Jakobus Platz gefunden.

Die etwa quadratische Tafel in der Mitte der Altarwand enthält eine Darstellung des Jüngsten Gerichts. Christus als Weltenrichter thront auf der Erdkugel, er ist von Engeln umgeben. Links vom Betrachter kniet Maria, rechts Johannes d. Täufer, der Vorläufer Jesu. Die Gruppe wird mit dem griechischen Wort ,,Deesis" bezeichnet, da man beide im Weltgericht als die ,,Fürsprecher" der Menschheit ansah. Die Volksfrömmigkeit trug diese besondere Art der Heiligenverehrung bis in die kleinsten Dörfer.

Die Skulptur einer einzelnen Heiligen steht in einer Nische links neben dem Altarraum. Man weiß nicht, welchen Standort sie ursprünglich hatte. Ihre Kennzeichen sind die Krone und ein Kirchenmodell, das sie auf der rechten Hand trägt. Mit diesen Symbolen wurden zwei deutsche Kaiserinnen dargestellt: Adelheid, die Gemahlin Ottos d. Gr. (gest.999), und Kunigunde, die Gemahlin Heinrichs II (gest.1040). Gelegentlich wurde auch die Hl. Elisabeth von Marburg mit einem Kirchenmodell dargestellt.

 

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