Auf ein Wort

Da sind sie wieder:

Die Lebkuchen, Pfeffernüsse, Weihnachtssüßigkeiten. Und das im
September und Oktober! Und ich ärgere mich… und will das eigentlich nicht, denn
das ist ja vergeudete Energie, die ich dieses Jahr nun wirklich an anderen
Stellen brauche.
Aber ignorieren kann ich sie auch nicht, bei jedem Einkauf grinsen sie mich an.

So lasse ich mich vom Monatsspruch für Oktober leiten, sie positiv zu
sehen, dass sie mich herausfordern und trösten. Der Monatsspruch lautet:

„Es wird Freude sein vor
den Engeln Gottes über einen Sünder, der
Buße tut.“ (Lukas 15, 10)
Sünde ist das doch eigentlich, was die Lebkuchen da machen: Sie sind zur falschen
Zeit am falschen Ort. Sie sind nicht da, wo sie gebraucht werden. Also lasse ich mich
von den Lebkuchen fragen und herausfordern:
Bin ich am richtigen Ort? Bin ich da, wo ich gebraucht werde? Sehe ich, wo
jemand Hilfe oder Unterstützung braucht? Schweige ich, wo ich Stellung beziehen
sollte? Vielleicht sage ich mal „Stopp!“, wenn wieder der oder die eine in meiner
Klasse geärgert wird. Vielleicht lade ich einfach mal meine Freundin ein (sogaraa
zu Lebkuchen im Oktober?!) und frage, was sie eigentlich so traurig macht. Vielleicht
biete ich mich als Babysitterin an, damit die gestressten Eltern mal wieder
Zeit für sich haben.
Oder ich denke im Oktober schon mal an die Botschaft von
Weihnachten: Gott kommt in unsere, in meine Welt. Er kommt in meine Dunkelheit, in
meine Sorgen, in meine Angst. Er wird Mensch und ist an meiner
Seite, still und manchmal unerkannt.

Das hilft mir „umzukehren“: Meine Sorgen abzuladen, mit neuer Freude in den Tag zu
gehen, weil ich nicht alleine bin! So trösten mich die Lebkuchen.
Alles klar beim nächsten Einkauf?! Die Engel freuen sich über „Lebkuchen am
richtigen Ort“ und über mich, wenn ich immer wieder umkehre zu dem Gott, der
für mich ist!
Einen schönen Herbst mit und ohne Lebkuchen wünscht Euch und Ihnen

Sabine Gerken,

Diakonin in Scheeßel und
Lauenbrück

 

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