Andachten

Kurz innehalten. Sich für einen Moment besinnen, woher wir eigentlich kommen, was wichtig ist im Leben. Dabei helfen uns kurze Andachten. Die Pastorinnen und Pastoren des Kirchenkreises Rotenburg verfassen jede Woche zwei Zeitungsandachten für die Rotenburger Rundschau und die Rotenburger Kreiszeitung. Wir veröffentlichen sie hier und schaffen damit ein Archiv, auf das Sie zurückgreifen können, wann immer Sie möchten. Denn: Ihre Zeitung werfen Sie irgendwann in den Papierkorb. Die Andachten behalten jedoch ihre Gültigkeit jenseits der Tagesaktualität.
Datum
Titel
Name
So. 15.04.18
Christus spricht: Ich bin der gute Hirte.…
Wochenspruch
Christus spricht: Ich bin der gute Hirte. Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir, und ich gebe ihnen das ewige Leben.

Christus spricht: Ich bin der gute Hirte.

Johannes 10,11.27.28

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Wochenspruch

Übernommen aus dem Kalenderblatt der internetseite der Landeskirche Hannover.
So. 01.04.18
Wochenspruch aus dem Buch der Offenbarung (…
Wochenspruch in zwei…
Wochenspruch aus dem Buch der Offenbarung (Offb 1,18)

Ich war tot, und da! ich bin lebendig bis in alle Ewigkeiten. Ich habe die Schlüssel des Todes und des Totenreichs. (Bibel in gerechter Sprache, 4.Auflage)

Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle. (Luther 2017)

 

So. 25.03.18
Grenzerfahrungen
Roger Moch
Grenzerfahrungen

Es gibt Augenblicke, in denen ist nichts so, wie es scheint. Ein lachendes Gesicht überdeckt tiefe Trauer, wer Härte zeigt, kann auch nachsichtig sein, und hinter düsteren Aussichten verbergen sich manchmal neue Wege. Grenzmomente sind unsicher und zweifelhaft. Der Palmsonntag steuert in eine solche Grenzzeit hinein. Gerade noch schwingen die Hände des Volkes Palmzweige beim Einzug Jesu nach Jerusalem, kurze Zeit später sind sie zu Fäusten geballt. Das „Hosianna“ wird zu ohrenbetäubenden „Kreuzigt ihn“-Rufen, fröhliche Gesichter frieren zu Fratzen ein. Aber es ist gerade Jesu Tod am Kreuz, der den Menschen Leben bringt.

Sein Weg ins Dunkel war ein Weg ins Licht. Im Besiegten, im Verachteten war Gott ganz nah. Nur wenige erkannten das. Grenzerfahrungen können plötzlich und ungewollt über Menschen hereinbrechen. Bei Unfällen, Naturkatastrophen, plötzlichen Schicksalsschlägen wie dem Tod eines Angehörigen, in Nahtoderlebnissen. Und dazu gibt es die erdrückenden Grenzerfahrungen im alltäglichen, normalen Leben. Man fühlt sich an den Grenzen seiner Kraft, Beziehungen geraten in Sackgassen, Lebensziele lassen sich nicht verwirklichen. Das Leben wird enger. Die Luft wird dünner. Der Tod, der jedes Leben begrenzt, rückt näher.

Grenzerfahrungen sind Erfahrungen mit Angst, Verzweiflung, Hass. Aber auch mit Vertrauen, Hoffnung und Liebe. Das Erleben von Grenzen und das Überschreiten von Grenzen gehört zu jedem Leben.
 Das Leben beginnt mit der Grenzerfahrung der Geburt und es endet mit der Grenzerfahrung Tod. Beide Ereignisse haben etwas Mächtiges und Extremes in sich. Und sind eben begleitet von Ängsten. Dagegen ist der Lebenstrieb darauf ausgerichtet, sich zu entfalten und lebenshemmende Grenzen zu überwinden. Ohne diesen Antrieb, der in jedem Leben steckt, gäbe es keine körperliche und seelische Entwicklung. Und das Heranwachsen eines Menschen ist eine Folge von Grenzerweiterungen.

Die Bibel erzählt, dass es diese Kraft in allen Lebensbereichen gibt und Jesus uns mit seinem Tod am Kreuz nicht allein gelassen hat. Darauf kann 
ich mich verlassen.

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Roger Moch

Arbeitsbereiche im Kirchenkreis: 
Schulpastor/-innen
Weltanschauungsfragen
Roger
Moch
Schulpastor
Stühkamp 20
27386
Westerwalsede
Tel.: 
(04269) 1899
Sa. 17.03.18
Wochenspruch: Matthäus 20,28 Der…
Wochenspruch
Wochenspruch: Matthäus 20,28 Der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse,

Der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben zur Erlösung für viele.

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Wochenspruch

Übernommen aus dem Kalenderblatt der internetseite der Landeskirche Hannover.
Mo. 12.03.18
Wenn das Weizenkorn in die Erde fällt...
Peter Thom
Wenn das Weizenkorn in die Erde fällt...

Wenn das Weizenkorn in die Erde fällt…

Liebe Gemeinde,

damit es keine Missverständnisse gibt: Das Gleichnis vom Weizenkorn erzählt Jesus, um seinen eigenen Weg deutlich zu machen. Er will damit seinen Schülern klar machen, welchen Weg er zu gehen hat. Er will sie darauf vorbereiten, dass er Abschied nehmen muss, dass er einen Leidensweg vor sich hat und dass dieser Weg mit seinem Tod endet. Er erzählt ihnen dieses Bild vom Weizenkorn, damit sie vor allen Dingen verstehen: Im Tod wächst Neues. Sein Sterben wird neues Leben hervorbringen, so wie das Weizenkorn, wenn es in der Erde stirbt, neues Grün hervorbringt: Aus einer neuen Pflanze wächst ein Halm mit einer kräftigen Ähre, und sie enthält viele neue Körner. Sein Tod, so erklärt es Jesus seinen Schülern, bringt neues Leben. Und das sagt er für sich, für den Weg, den er zu gehen hat.

Er sagt das nicht für uns alle. Es ist nicht so, als müssten wir alle jetzt den Weg in den Tod wählen, als müssten wir als Märtyrer sterben, als müssten wir unser Leben für unseren Glauben opfern. Das ist nicht gemeint. Gott will das Leben, nicht den Tod!

Für seine Freunde war das schwer zu begreifen: Jesus kommt nach Jerusalem. Er reitet auf einem Esel. Die Leute rufen: Hosianna! Gott sei Dank!Jetzt kommt der Retter, der sein Volk befreit. Gott selbst salbt ihn zum König! Hosianna! Er kommt! Endlich! Alle Leute sind begeistert. Sie klatschen, sie jubeln: Hurra! Die Freunde von Jesus sind sehr zufrieden. Jetzt ist es so weit:Jetzt wird unser Jesus, unser Lehrer König. Wir sind am Ziel.

Da kommen Leute, die wollen Jesus kennenlernen. Kannst du uns diesen Jesus nicht mal zeigen? fragen sie Philippus. Wir wollen den auch mal sehen. Natürlich will Philippus das gerne tun. Schließlich ist Jesus jetzt ein berühmter Mann. Alle wollen ihn sehen. Das findet Philippus toll. Er bespricht das mit Andreas. Und beide gehen sie zu Jesus: Meister, da sind Leute, die wollen dich kennenlernen.

Und was sagt Jesus?Ja, es ist Zeit, dass die Leute mich kennen lernen. Sie sollen begreifen, wer ich wirklich bin. Und dann erzählt er ein Bild: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es ein Korn, nur ein Korn weiter nichts. Wenn es aber in der Erde stirbt, dann wächst etwas neues, dann bringt es viel Frucht. Ein Halm wächst und in der Ähre wachsen viele neue Körner. Versteht ihr?

Die Leute schütteln den Kopf. Warum sagt Jesus das? Warum redet er vom Sterben? Und was hat das mit ihm zu tun? Er ist doch unser König. Er soll herrschen und nicht sterben. Die Leute begreifen gar nichts. Selbst die Freunde von Jesus verstehen nicht, was Jesus meint Hosianna haben sie gerufen. Der neue König kommt! Gott sei Dank! Hosianna!Und nun soll Jesus auch ihr starker König sein. Das ist doch klar. Dazu sind sie nach Jerusalem gekommen.Hier sollen alle sehen, wer Jesus wirklich ist!

Und es wird sich zeigen, wer Jesus ist: Er wird gefangen genommen, er wird die Dornenkrone tragen, er wird ans Kreuz genagelt. Er wird sterben, verlassen und allein. Aber das ist nicht alles. Und darum erzählt Jesus vom Weizenkorn, von dem neuen Leben, von der großen Hoffnung auf Gottes Schöpferkraft.

Das Bild vom Weizenkorn: Jesus stirbt am Kreuz. Aber das ist nicht alles. Jesus lebt. Und es ist auferstandenes Leben. Frucht-Leben. Leben, das unseren Glauben wachsen und reifen lässt. So viel Frucht! Und immer wieder neu wächst und reift Glauben! Und das ist nun wirklich kein Kinder-glauben, sondern das ist reifer, erwachsener Glaube von Menschen, die mit beiden Beinen mitten im Leben stehen.

Dann sagt Jesus noch etwas anderes und das gilt nicht nur für ihn selbst, das gilt für alle: Wer sein Leben liebt, der wird es verlieren, wer es aber gering achtet, wer sein Leben hingibt, der hat gelingendes Leben, Leben, das sich lohnt.Da sind wir nun alle angesprochen. Das Leben als Hingabe.

Übrigens, ganz nebenbei: Das arabische Wort für Hingabe heißt Islam. Islam ist Hingabe an Gott. So hat Jesus sein Leben gelebt. Leben ganz in der Hingabe zu Gott. Und was er von uns fordert, ist das Leben in der Hingabe an die Menschen. Wer sein Leben liebt, das schöne, bequeme Leben, das komfortable Leben, unabhängig und frei, also ohne anderen etwas schuldig zu sein, ohne Verbindlichkeiten, der bleibt eben allein. Ein einzelner Mensch. Und weiter nichts. Verkümmertes, einsames Leben.

Ein Ich ist ein Ich,

bleibt ein einzelnes Ich,

bleibt für sich, nur ein Ich,

weiter nichts, ein kleines Ich.

Ein Ich braucht ein Du,

sucht und sehnt immerzu,

und schenkt die Liebe dir ein Du,

wird aus dem Ich endlich ein Du.

Das ist das Leben, das Jesus lehrt und lebt: Jeder Mensch braucht ein Du, für das es sich zu leben lohnt. Wir leben und verwirklichen uns alle aus der Kraft der Liebe. Menschen sind für andere da. Nächstenliebe ist für sie ein Stück Selbstverwirklichung. Dafür hat Gott sie geschaffen und befähigt. Hingabe bedeutet für sie, zu sich selbst zu kommen. Und was dann lebendig wird,ist das reiche, spannende, erfüllte Leben. Sagens wir’s  ehrlich Leben ist immer lebensgefährlich.Im Schongang ist es nicht zu haben. Ohne Risiko gibt es kein echtes Leben, also das Leben, das es verdient,lebendig genannt zu werden. Amen.

 

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Peter Thom

Arbeitsbereiche im Kirchenkreis: 
Kindergottestdienst
Arbeitsbereich in der Kirchengemeinde: 
Pastor/-innen
Peter
Thom
Pastor
Lüdinger Str. 5
27374
Visselhövede
Tel.: 
(04260) 507
Sa. 03.03.18
Wochenspruch aus dem Lukasevangelium (Lk 9,…
Wochenspruch in zwei…
Wochenspruch aus dem Lukasevangelium (Lk 9,62)

Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes. (Luther 2017)

Wer die Hand an den Pflug legt und nach hinten blickt, ist nicht geeignet für die Königsmacht Gottes. (Bibel in gerechter Sprache, 4.Auflage)

So. 25.02.18
Wochenspruch aus dem Brief an die Gemeinde…
Wochenspruch in zwei…
Wochenspruch aus dem Brief an die Gemeinde in Rom (Röm 5,8)

Gott selbst aber erweist uns Liebe: Als wir noch der Sündenmacht dienten, ist der Messias gestorben, als er sich für uns einsetzte. (Bibel in gerechter Sprache, 4.Auflage)

Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren. (Luther 2017)

So. 18.02.18
Wochenspruch aus dem ersten Johannesbrief (1…
Wochenspruch in zwei…
Wochenspruch aus dem ersten Johannesbrief (1 Joh 3,8b)

Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, dass er die Werke des Teufels zerstöre. (Luther 2017)

Deshalb ist Gottes Erwählter erschienen, um die Taten des Teufels zu zerstören. (Bibel in gerechter Sprache, 4.Auflage)

Di. 13.02.18
An(ge)dacht - Kirche mit mir
Karin Klement
An(ge)dacht - Kirche mit mir

Erfrischend kurze Wörter. Einzeln stehend. GROSSGESCHRIEBEN. Aufmerksamkeit fördernd. Inspirierend: VERTRAUEN, TEAMWORK, BEWEGEN …

Kirche zeigt sich von ihrer modernen Seite. Sie will viele – möglichst alle – Menschen ansprechen. Hier bei uns und anderswo. Sie lädt ein zum MITmachen, MITdenken, MITentscheiden …! KIRCHE geht nur mit MIR und DIR.

So erfrischend klingt das Motto der Kirchenvorstandswahlen am 11. März 2018. Unsere Kirche lebt davon, dass Menschen sich in ihr engagieren. Sie übernehmen Verantwortung. Sie leiten Gruppen, gestalten ehrenamtlich Gottesdienste in TEAMWORK oder beglücken die Kleinen in der Kinderkirche. Sie backen den Kuchen für das Gemeindefest und besuchen Geburtstagskinder der älteren Generation. Sie BEWEGEN die Gemeinschaft. Ihre Tätigkeitsfelder sind so bunt und vielfältig und offen wie wir Menschen und das Leben selbst. Damit jede*r, wer mag, einen eigenen Platz in ihr finden kann. KIRCHE sind nicht die anderen, die Pastoren, die Heiligen – Kirche sind WIR. Es gibt so vieles, das uns unterscheidet. Und überraschend vieles, das uns vereint. Unser Glaube ist das Wichtigste darin. Wovon lassen wir uns leiten? Was motiviert uns füreinander einzustehen? Wer trägt uns durch schlimme Stunden? „Einer ist’s, an dem wir hangen“, singt ein Gesangbuchlied. Nicht wir haben diesen CHRISTUS erwählt, vielmehr hat er uns begeistert, in der Seele berührt, unseren Verstand aufgeweckt. Sein Lebensweg ist unser Programm, sein Wort unser Motto: Liebe Gott und deinen Nächsten – wie dich selbst!

Er führt uns zusammen als Gemeinde in Gemeinschaft. Deshalb haben wir die Wahl: Uns selbst einzubringen MIT all den wunderbaren Talenten, die in uns angelegt sind. Oder jene zu unterstützen, die verantwortungsbewusst etwas BEWEGEN wollen. KIRCHEMITMIR. Ich bin gefragt. Du bist angesprochen. Er, sie, es – WIR alle sind gemeint. MIT uns gerät die Kirche in Schwung. Geraten die Wörter ins Trudeln, bilden neue Sätze, reden zu Menschen fernab unserer Gedanken. Damit kann sich
etwas Gutes BEWEGEN, VERTRAUEN wachsen.

Gottes Wort breitet Seinen SEGEN aus. Wie ein Windhauch zu Pfingsten. Wie ein Osterfeuer nach dem dunklen Karfreitag. SEGEN schenkt Kraft. Auch für das Unbekannte in der Zukunft. Gott MITDIR – Kirche MITDIR! Wunderbar, wenn DU mitmachst! Erfrischt, ermutigt – wie damals, als Mose sein zögerliches Volk an der Schwelle zum Gelobten Land segnet: „Sei getrost und unverzagt, denn Gott selbst wird MITDIR sein!“

Karin Klement, Pastorin

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Karin Klement

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Arbeitsbereich in der Kirchenregion: 
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Karin
Klement
Pastorin
Große Str. 8a
27374
Visselhövede
Tel.: 
(04262) 2824
Mo. 12.02.18
Wochenspruch aus dem Lukasevangelium (Lk 18…
Wochenspruch in zwei…
Wochenspruch aus dem Lukasevangelium (Lk 18, 31)

Seht, wir gehen hinauf nach Jerusalem, und es wird alles vollendet werden, was geschrieben ist durch die Propheten von dem Menschensohn. (Luther 2017)

Seht, wir gehen hinauf nach Jerusalem, und alles, was in den prophetischen Schriften geschrieben steht über den kommenden Menschen, wird sich erfüllen! (Bibel in gerechter Sprache, 4.Auflage)

Di. 01.07.14
Monatsspruch Juli
Kirchenbüro Fintel
Monatsspruch Juli

Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung.Galater 5,22–23 

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Kirchenbüro Fintel

Arbeitsbereich in der Kirchengemeinde: 
Kirchenbüro
Kirchenbüro Fintel
Rotenburger Straße 11
27389
Fintel
Sa. 10.08.13
„Merci, dass es mich gibt!“
Thomas Steinke
„Merci, dass es mich gibt!“

Was sollen sie lernen, die über 72.000 Kinder, die heute niedersachsenweit eingeschult werden? „Lesen, schreiben, rechnen natürlich!“, ist der erste Impuls. Bei weiterem Nachdenken wird schnell klar, dass es im Leben doch um mehr als das ABC und das Einmaleins geht. Entscheidend ist nicht nur reine Wissensvermittlung. In den Lehrplänen der verschiedenen Schulformen wurde in den vergangenen Jahren mit Recht der Kompetenzerwerb betont: Dass Schülerinnen und Schüler z.B. Prozesse einüben, dass sie in vergleichbaren Situationen selbstständig Dinge sich erarbeiten oder gestalten können usw.
Andere Tendenzen wie verkürzte Schulzeiten, Fokussierung auf Noten und Abschlüsse oder später verschulte Studiengänge werfen bei mir allerdings die Frage auf: Welche Ziele verfolgen wir tatsächlich in unserem Bildungssystem, ja in unseren Familien und in unserer Gesellschaft überhaupt?
Für mich sind das lohnende Ziele bei der Erziehung von Kindern und Jugendlichen: Dass diese glücklich und selbstbewusst sind, kooperativ und verlässlich, dass sie zu verantwortungsbewussten Erwachsenen werden.
Das ist mein Wunsch fürs neue Schuljahr, dass wir die Heranwachsenden ermutigen: „Wie gut, dass wir verschieden sind!“ – „Du musst nicht immer die Beste, der Schnellste… sein!“ – „Gemeinsam schaffen wir’s, gemeinsam geht’s besser!“ – „Fehler gehören zum Lernen dazu!“

Im Einschulungsgottesdienst werde ich es den Erstklässlern jedenfalls zusagen: „Vergiss es nie: Dass du lebst, war keine eigene Idee, und dass du atmest, kein Entschluss von dir.

Vergiss es nie: Dass du lebst, war eines anderen Idee, und dass du atmest, sein Geschenk an dich. Du bist gewollt, kein Kind des Zufalls, keine Laune der Natur, ganz egal, ob du dein Lebenslied in Moll singst oder Dur. Du bist ein Gedanke Gottes, ein genialer noch dazu. Du bist du, das ist der Clou, ja der Clou. Ja, du bist du!“ (Jürgen Werth)
Und nicht nur den Einschulungskindern, sondern uns allen wünsche ich, dass wir Gott, unserem Schöpfer, so danken können: „Merci, dass es mich gibt!“ – oder wie es der Psalmbeter sagt: „Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin!“ (Psalm 139,14)

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Thomas Steinke

Arbeitsbereiche im Kirchenkreis: 
Superintendentur
Thomas
Steinke
Pastor
Rotenburger Str. 11
27389
Fintel
Tel.: 
04265/9540641
Sa. 01.06.13
"Soviel du brauchst"
Ingrid Radlanski
"Soviel du brauchst"

„Soviel du brauchst!“ (2. Mose 16,18) Das Volk Israel wurde gerade aus der Gefangenschaft in Ägypten befreit. Sie hatten Hunger und Durst. Gott gab ihnen zu essen. Er machte sie satt. Er sorgte für sie, damit es ihnen gut ging. Er gab ihnen genug und jeden Tag wieder neu. Trotz seiner Fürsorge ermahnte er sie:  „Nehmt soviel ihr braucht, aber nicht mehr.  Ich werde jeden Tag neu für euch sorgen.“

„Soviel du brauchst“ sollst du nehmen.  Aber Gott bittet uns um verantwortliches Handeln.  Wir sollen es uns gut gehen lassen, aber nicht auf Kosten der Natur, der Gesellschaft, unserer Mitmenschen oder unserer eigenen Gesundheit.  Wir sollen keinen Raubbau begehen, auch nicht mit uns selber. Wir sollen Maß halten und für die Momente dankbar sein, die Gott uns jeden Tag neu schenkt.

„Soviel du brauchst“.  Im Alltag bleibt doch kaum Zeit, darüber nachzudenken.  Die Aufgaben, die täglich zu erledigen sind, halten uns in Trab. Sie geben uns oft das Gefühl, in einem Laufrad zu sein, ohne aussteigen zu können. Der Alltagsstress  lässt uns nicht los, und es bleibt das Gefühl der Zerrissenheit. Was fehlt, sind die Ruhe und die Entspannung, die geistige Wellness.

Sommerzeit ist auch Urlaubszeit. Eine Zeit, um den Alltagstrott zu unterbrechen: Eine Auszeit vom Stress in Schule, Beruf oder den alltäglichen Aufgaben. Urlaubszeit ist eine Zeit für Ruhe und Entspannung,  für Besinnung.

Und eine Zeit, um neue Kräfte zu tanken. Schön, wenn wir immer Urlaub hätten!

Aber: Warum nehmen wir uns nicht im  Alltag die Momente, den „Miniurlaub“ zum Auftanken? Im Alltag dürfen und müssen wir uns diese Zeiten erlauben und vor allem wahrnehmen. Den  Alltag einmal bewusst gestalten:  Sich hin und wieder Zeit für sich nehmen, anstatt permanent für andere da zu sein. Oder mit der Familie einen Ausflug machen, der zu einem Highlight für alle wird. Oder sich mit Freunden treffen.

Die Zeit der geistigen Wellness sieht für jeden anders aus. Aber erlauben Sie sich diese Zeit: „Soviel und was du brauchst“.

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Ingrid Radlanski

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Diakon/-innen
Ingrid
Radlanski
Diakonin
Große Straße 14
27383
Scheeßel
Tel.: 
(04263) 2857