Andachten

Kurz innehalten. Sich für einen Moment besinnen, woher wir eigentlich kommen, was wichtig ist im Leben. Dabei helfen uns kurze Andachten. Die Pastorinnen und Pastoren des Kirchenkreises Rotenburg verfassen jede Woche zwei Zeitungsandachten für die Rotenburger Rundschau und die Rotenburger Kreiszeitung. Wir veröffentlichen sie hier und schaffen damit ein Archiv, auf das Sie zurückgreifen können, wann immer Sie möchten. Denn: Ihre Zeitung werfen Sie irgendwann in den Papierkorb. Die Andachten behalten jedoch ihre Gültigkeit jenseits der Tagesaktualität.
Datum
Titel
Name
So. 28.02.16
Wochenspruch Sonntag, 28.02.2016 bis Samstag…
Wochenspruch
Wochenspruch Sonntag, 28.02.2016 bis Samstag, 05.03.2016

Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes. (Lukas 9, 62)

Feiertag
Okuli (3. Sonntag in der Passionszeit)

KONTAKT

Wochenspruch

Übernommen aus dem Kalenderblatt der internetseite der Landeskirche Hannover.
Fr. 01.01.16
Gott spricht: Ich will euch trösten, wie…
Monatsspruch
Gott spricht: Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.

Gott spricht: Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.Jes 66,13 

KONTAKT
Sa. 11.07.15
Wochenspruch Sonntag, 12.07.2015 bis Samstag…
Wochenspruch
Wochenspruch Sonntag, 12.07.2015 bis Samstag, 18.07.2015

So spricht der Herr, der dich geschaffen hat, Jakob, und dich gemacht hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst. Ich habe dich bei deinem Namen gerufen. Du bist mein. (Jesaja 43, 1) 

Feiertag
6. Sonntag nach Trinitatis

Erklärung

Die Taufe eines afrikanischen Finanzministers ist Thema der Predigt in den Gottesdiensten am 6. Sonntag nach Trinitatis. Erzählt wird die Begebenheit vom Evangelisten Lukas in seiner Apostelgeschichte. Auch die weiteren biblischen Texte des Sonntags erinnern an das grundlegende Sakrament des Christseins, unter ihnen das oft als Taufspruch gewählte Versprechen Gottes aus dem Munde des Propheten Jesaja: „Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein.“

Thema
Leben aus der Taufe

Luthers Wochensprüche

Wirf dein Anliegen auf den Herrn. Der hat einen weiten Hals und kann´s wohl tragen. 

Matthäus 28,16-20

16 Aber die elf Jünger gingen nach Galiläa auf den Berg, wohin Jesus sie beschieden hatte. 17 Und als sie ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder; einige aber zweifelten. 18 Und Jesus trat herzu und sprach zu ihnen: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. 19 Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes 20 und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende. 

Andacht der Woche

Weggefährten

Anbetung und Zweifel sind offensichtlich Geschwister des Glaubens. Dies ist geblieben bis zu uns, die wir Jesus Christus nicht von Angesicht zu Angesicht sehen. Auch wenn wir inzwischen viel mehr wissen durch Forschung und Wissenschaft, bleibt das Wagnis des Gottvertrauens bestehen. Wir können im Zweifel verharren und abwarten, was geschieht. Wir können uns aber auch, wie damals die Jüngerinnen und Jünger, auf den Weg machen.

Das „Gehet hin...“ ist etwas völlig Anderes als die sogen. Christianisierung und Kolonisierung vergangener Jahrhunderte. Dies Hingehen beginnt mit andachtsvollem Staunen und Wundern. Gott hält uns für würdig, seine Botschaft in die Welt -oder auch nur in die Nachbarschaft- zu tragen. Inzwischen kommt die „Welt“ nämlich zu uns und wartet nicht mehr. Flüchtlinge und Vertriebene nähern sich dem viel beschworenen christlichen Abendland und hoffen auf Nächstenliebe, Barmherzigkeit und Beistand.
„Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich aufgenommen. … ich sage euch: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.“ Das ist die Orientierung, die Christus uns gibt. Die Fürsorge hier und in der Welt ist ein Erkennungszeichen der Christen. Das Kreuz eignet sich nicht nur als „Logo“, sondern ist Sinnbild göttlicher Gegenwart. In dem gekreuzigten und auferstandenen Christus reicht uns Gott immer wieder neu die Hand. Viel mehr noch: Dieser Christus schickt Menschen auf den Weg, die damals wie heute keine besondere Auszeichnung vorzuweisen haben.
„Geht hin und macht zu Jüngern...!“ Also nicht zu Sklaven oder zu Abhängigen. Das griechische Wort bezeichnet sowohl den Lehrling als auch den Anhänger. Beides sind wir, wenn wir Christus nachfolgen und andere ebenfalls dazu einladen.
Was kennzeichnet dann die Jüngerinnen und Jünger? Wir können es auch nachlesen, bei den Evangelisten, bei den Aposteln. Das Leitbild vermittelt uns Jesus Christus. In seiner Nachfolge werden Menschen glücklich gemacht, gestärkt, getröstet, aufgerichtet, begleitet, gesättigt. Christus schickt Menschen zueinander, sodass sie in dieser Begegnung neue Schritte unternehmen, sich gegenseitig aufmerksam machen und ihren Horizont erweitern.

Bei den Flüchtlingen heute reicht oft schon, dass wir den ersten Schritt machen, sie als Nachbarn ansprechen. Auch wenn es mit der sprachlichen Verständigung am Anfang oft mühsam ist. Es wird zunächst bei Gesten, bei einer Einladung zum Tee oder Kaffee bleiben. Bei gutem Willen ist jemand zu finden, der zum Dolmetschen bereit ist. Die nächsten Schritte folgen – auch der Austausch über den Glauben, über das, worauf wir vertrauen. Wir können die neuen Nachbarn auch zu einer Gemeindeveranstaltung oder gar zum Gottesdienst einladen. Die Taufe steht da nicht auf der obersten Rangstufe, ist aber möglich.

Wir dürfen Gesandte sein, weil uns der Bevollmächtigte, nämlich Christus, dazu ausersehen hat. Auch mit unseren Zweifeln, aber vor allem mit der Gewissheit, dass er uns Kraft, Phantasie und Geduld dabei schenkt – solange wir leben. Und danach wird er neue Weggefährten berufen.

Udo Wollten, Pastor i. R. 

 

KONTAKT

Wochenspruch

Übernommen aus dem Kalenderblatt der internetseite der Landeskirche Hannover.
Di. 01.07.14
Monatsspruch Juli
Kirchenbüro Fintel
Monatsspruch Juli

Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung.Galater 5,22–23 

KONTAKT

Kirchenbüro Fintel

Arbeitsbereich in der Kirchengemeinde: 
Kirchenbüro
Kirchenbüro Fintel
Rotenburger Straße 11
27389
Fintel
Sa. 10.08.13
„Merci, dass es mich gibt!“
Thomas Steinke
„Merci, dass es mich gibt!“

Was sollen sie lernen, die über 72.000 Kinder, die heute niedersachsenweit eingeschult werden? „Lesen, schreiben, rechnen natürlich!“, ist der erste Impuls. Bei weiterem Nachdenken wird schnell klar, dass es im Leben doch um mehr als das ABC und das Einmaleins geht. Entscheidend ist nicht nur reine Wissensvermittlung. In den Lehrplänen der verschiedenen Schulformen wurde in den vergangenen Jahren mit Recht der Kompetenzerwerb betont: Dass Schülerinnen und Schüler z.B. Prozesse einüben, dass sie in vergleichbaren Situationen selbstständig Dinge sich erarbeiten oder gestalten können usw.
Andere Tendenzen wie verkürzte Schulzeiten, Fokussierung auf Noten und Abschlüsse oder später verschulte Studiengänge werfen bei mir allerdings die Frage auf: Welche Ziele verfolgen wir tatsächlich in unserem Bildungssystem, ja in unseren Familien und in unserer Gesellschaft überhaupt?
Für mich sind das lohnende Ziele bei der Erziehung von Kindern und Jugendlichen: Dass diese glücklich und selbstbewusst sind, kooperativ und verlässlich, dass sie zu verantwortungsbewussten Erwachsenen werden.
Das ist mein Wunsch fürs neue Schuljahr, dass wir die Heranwachsenden ermutigen: „Wie gut, dass wir verschieden sind!“ – „Du musst nicht immer die Beste, der Schnellste… sein!“ – „Gemeinsam schaffen wir’s, gemeinsam geht’s besser!“ – „Fehler gehören zum Lernen dazu!“

Im Einschulungsgottesdienst werde ich es den Erstklässlern jedenfalls zusagen: „Vergiss es nie: Dass du lebst, war keine eigene Idee, und dass du atmest, kein Entschluss von dir.

Vergiss es nie: Dass du lebst, war eines anderen Idee, und dass du atmest, sein Geschenk an dich. Du bist gewollt, kein Kind des Zufalls, keine Laune der Natur, ganz egal, ob du dein Lebenslied in Moll singst oder Dur. Du bist ein Gedanke Gottes, ein genialer noch dazu. Du bist du, das ist der Clou, ja der Clou. Ja, du bist du!“ (Jürgen Werth)
Und nicht nur den Einschulungskindern, sondern uns allen wünsche ich, dass wir Gott, unserem Schöpfer, so danken können: „Merci, dass es mich gibt!“ – oder wie es der Psalmbeter sagt: „Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin!“ (Psalm 139,14)

KONTAKT

Thomas Steinke

Arbeitsbereiche im Kirchenkreis: 
Superintendentur
Arbeitsbereich in der Kirchengemeinde: 
Pastor/-innen
Thomas
Steinke
Pastor
Rotenburger Str. 11
27389
Fintel
Tel.: 
04265/9540641
Sa. 01.06.13
"Soviel du brauchst"
Ingrid Radlanski
"Soviel du brauchst"

„Soviel du brauchst!“ (2. Mose 16,18) Das Volk Israel wurde gerade aus der Gefangenschaft in Ägypten befreit. Sie hatten Hunger und Durst. Gott gab ihnen zu essen. Er machte sie satt. Er sorgte für sie, damit es ihnen gut ging. Er gab ihnen genug und jeden Tag wieder neu. Trotz seiner Fürsorge ermahnte er sie:  „Nehmt soviel ihr braucht, aber nicht mehr.  Ich werde jeden Tag neu für euch sorgen.“

„Soviel du brauchst“ sollst du nehmen.  Aber Gott bittet uns um verantwortliches Handeln.  Wir sollen es uns gut gehen lassen, aber nicht auf Kosten der Natur, der Gesellschaft, unserer Mitmenschen oder unserer eigenen Gesundheit.  Wir sollen keinen Raubbau begehen, auch nicht mit uns selber. Wir sollen Maß halten und für die Momente dankbar sein, die Gott uns jeden Tag neu schenkt.

„Soviel du brauchst“.  Im Alltag bleibt doch kaum Zeit, darüber nachzudenken.  Die Aufgaben, die täglich zu erledigen sind, halten uns in Trab. Sie geben uns oft das Gefühl, in einem Laufrad zu sein, ohne aussteigen zu können. Der Alltagsstress  lässt uns nicht los, und es bleibt das Gefühl der Zerrissenheit. Was fehlt, sind die Ruhe und die Entspannung, die geistige Wellness.

Sommerzeit ist auch Urlaubszeit. Eine Zeit, um den Alltagstrott zu unterbrechen: Eine Auszeit vom Stress in Schule, Beruf oder den alltäglichen Aufgaben. Urlaubszeit ist eine Zeit für Ruhe und Entspannung,  für Besinnung.

Und eine Zeit, um neue Kräfte zu tanken. Schön, wenn wir immer Urlaub hätten!

Aber: Warum nehmen wir uns nicht im  Alltag die Momente, den „Miniurlaub“ zum Auftanken? Im Alltag dürfen und müssen wir uns diese Zeiten erlauben und vor allem wahrnehmen. Den  Alltag einmal bewusst gestalten:  Sich hin und wieder Zeit für sich nehmen, anstatt permanent für andere da zu sein. Oder mit der Familie einen Ausflug machen, der zu einem Highlight für alle wird. Oder sich mit Freunden treffen.

Die Zeit der geistigen Wellness sieht für jeden anders aus. Aber erlauben Sie sich diese Zeit: „Soviel und was du brauchst“.

KONTAKT

Ingrid Radlanski

Arbeitsbereich in der Kirchengemeinde: 
Diakon/-innen
Ingrid
Radlanski
Diakonin
Große Straße 14
27383
Scheeßel
Tel.: 
(04263) 2857